Erstmals gibt es auch Tagespflegeplätze in der Seniorenwohnanlage am Hubland

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16.03.2011

Im Werden: Hier entsteht der neue Ruheraum für die Tagespflegegäste. Von links im Bild: Dr. Alexander Schraml, Geschäftsführer der Senioreneinrichtungen, Matthias Rüth, Verwaltungsleiter, Arne Ewert, verantwortliche Pflegefachkraft und Architekt Helmut Stahl. Text und Foto: Katharina Mann, Main-Post

Im Werden: Hier entsteht der neue Ruheraum für die Tagespflegegäste. Von links im Bild: Dr. Alexander Schraml, Geschäftsführer der Senioreneinrichtungen, Matthias Rüth, Verwaltungsleiter, Arne Ewert, verantwortliche Pflegefachkraft und Architekt Helmut Stahl. Text und Foto: Katharina Mann, Main-Post

Integrieren statt entwurzeln     

Ein heller Raum im Erdgeschoss gelegen, die Wand schmückt ein großes Panoramabild von Würzburgs Mainviertel, bequeme Liegesessel laden zum Entspannen ein – so soll ab Mitte Februar der Ruheraum für zehn neue Tagespflegeplätze in der Seniorenwohnanlage am Hubland aussehen. Die Einrichtung bietet dann neben der stationären Dauer- und Kurzzeitpflege einen neuen Service, die „eingestreute“ Tagespflege, an. Durch die Betreuung älterer Menschen und die Versorgung Pflegebedürftiger, können die Angehörigen entlastet werden.
Die Tagespflege soll die Senioren nicht aus ihrer vertrauten Umgebung entwurzeln. Stattdessen stellt sie einen guten Kompromiss für Menschen dar, die zunehmend Probleme in der Alltagsbewältigung haben oder alleine wohnen. Im „Kilianshof“ der Seniorenwohnanlage erwartet die Gäste ein neu gestalteter Bereich, der speziell auf sie zugeschnitten ist. Dort werden sie unter der Woche vier oder acht Stunden betreut und können – je nach Aufenthaltsdauer – bis zu vier Mahlzeiten einnehmen. Gegen Aufpreis kann man aber auch den Service eines Friseurs, einer medizinischen Fußpflege oder der Krankengymnastik nutzen.
Matthias Rüth, Verwaltungsleiter der Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg, möchte die neuen Tagespflegegäste auch bewusst in bestehende Gruppen integrieren. So können die Senioren gemeinsam an allen Aktivitäten wie beispielsweise Vorlesestunden, Gedächtnistraining oder Konzerten teilnehmen. „Und vielleicht trifft man dort sogar frühere Bekannte oder Nachbarn wieder“, fügt er schmunzelnd hinzu.
Er berichtet von den positiven Erfahrungen im Seniorenheim Gollachtal in Aub. Dort wurde 2008 die Tagespflege vom Pflegekassenverband zunächst als Modellprojekt genehmigt. Laut Rüth begegnen die Stammbewohner den neuen Gästen äußerst positiv. Auch die Angehörigen fühlten sich oft sehr entlastet, gerade wenn sie aus beruflichen oder privaten Gründen gerade keine Vollversorgung leisten können.
Für die verantwortliche Pflegefachkraft des Hauses, Arne Ewert, hat die Transparenz gegenüber Familie und Verwandten oberste Priorität. „Deshalb können Angehörige auch einen halben oder ganzen Tag in unserem Haus verbringen und so einen Einblick in den Tagesablauf erhalten“, erzählt er.
Die Pflegeversicherung bezuschusst die Kosten für die Tagespflege. So zahlen Gäste mit einer Pflegestufe für eine achtstündige Betreuung, je nach Versicherungsstatus, im günstigsten Fall 8,54 Euro. Interessierte können sich unverbindlich beraten lassen oder die Einrichtung persönlich besichtigen. Mehr Informationen bei Herrn Arne Ewert, Telefon 0931 8009-464.

Weitere Infos über die Tagespflege am Hubland finden Sie hier